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Katharina Mosel

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Aktuelle Seite: Start / Notizen / USP oder vulgo: Alleinstellungsmerkmal

USP oder vulgo: Alleinstellungsmerkmal

14. Oktober 2018 By Katharina Mosel 4 Kommentare

Die Aufgabe des Tages auf der Onlinebuchmesse 2018 ist heute: Was ist dein USP (unique selling point)? Mit anderen Worten: Was zeichnet dich als Autorin aus?

„Immer diese Fremdwörter“ würde Susi, die gute Seele in der Anwaltskanzlei Kaspa leicht pikiert antworten. Ida, ihre Freundin und Chefin mustert sie daraufhin mit Sicherheit von oben herab mit hochgezogenen Augenbrauen und konstatiert: „Für besondere Sachverhalte muss es eben klare Definitionen geben.“ Karla denkt insgeheim, dass ihre Kollegin Ida manchmal einen Vogel hat und schweigt diplomatisch.

Und ich? Ich bin eine Romane schreibende Anwältin, die sich über das Genre ihrer Bücher nicht so ganz im Klaren ist und häufig eine pinkfarbene Ente zeigt, weil sie Fotos von sich nicht so gerne hat. Reicht das als USP?

Kategorie: Notizen Stichworte: Anwältin und Autorin, Chicklit, Fachanwältin für Erbrecht, Fachanwältin für Familienrecht, Frauenfreundschaften, Frauenroman, Paragrafen und Prosecco, USP, Vier Mal Frau

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Katharina Münz meint

    14. Oktober 2018 um 10:14

    Ganz ehrlich? Nee.
    Mit dem Genre bist du hoffentlich schon weiter gekommen.
    Was den USP angeht, da solltest du dich fragen, warum du schreibst – und veröffentlichst. Ich meine, neben deinem sicherlich zeitfüllenden Job als Anwältin könntest du doch in deiner Freizeit Golf spielen (das tust du, weiß ich), öfter nach Sylt fahren (das liebst du, weiß ich auch), deinen Mann verwöhnen oder dich verwöhnen lassen, dir zwei Möpse anschaffen (aber bitte Nachzuchten des alten Typs) oder einen Rosengarten anlegen. Schreiben könntest du von mir aus auch, ganz für dich („Liebes Tagebuch …“) aber weshalb, verdammt, tust du es dir an, das von dir Geschriebene für teuer Geld lektorieren zu lassen, mit einem schicken Cover zu versehen und auf die Menschheit loszulassen?
    Welchen Samen willst du mit deinen Büchern in die Köpfe deiner Leser pflanzen, und zwar so unbedingt, dass du Verisse und Stutenbissigkeit unter Autorinnen ebenso hinnimmst wie das ständige Schielen aufs Ranking?
    Wofür brennst du?
    Eine rosa Gummiente ist es sicher nicht.

    Antworten
    • Vero Havre meint

      14. Oktober 2018 um 11:46

      Das sind deutliche Worte. Trotzdem verstehe ich, dass es sehr schwierig ist, die Frage nach dem USP zu beantworten.

      Antworten
      • Katharina Mosel meint

        14. Oktober 2018 um 18:28

        Jedes Unternehmen sollte ein sogenanntes USP haben. Man sollte seine Mitbewerber analysieren, die eigenen Stärken definieren, die Zielgruppe verstehen und für den eigenen angepeilten Konsumenten das eigene Alleinstellungsmerkmal verständlich kommunizieren. Soweit so gut und richtig. Beim Bücher schreiben gehe ich so geplant nicht vor: Ich erzähle meine Geschichte, so wie ich sie schreiben möchte und mache mir keine Gedanken über die Zielgruppe und mein Alleinstellungsmerkmal. Diese Gedanken kommen erst hinterher. Aber Katharina hat recht: Natürlich möchte ich eine Botschaft vermitteln mit meinen Geschichten. Ich werde irgendwann einmal versuchen die Botschaft in klare griffige Worte zu fassen.

        Antworten
    • Katharina Mosel meint

      14. Oktober 2018 um 18:13

      Ich schätze deine klaren Worte. Das ist frei von jeder Ironie gemeint.
      Möpse und Rosengarten kommen nicht in Betracht. Bin mit Doggen und Yorkies aufgewachsen und tendiere daher zu Terriern. Habe keinen Garten, mir gehen nämlich schon die Rosen in Blumentöpfen ein. Golf spielen ist auf Dauer zu langweilig.
      Tatsächlich war mein Beitrag ein bisschen provozierend gemeint. Ich weiß, dass es derzeit außerordentlich „in“ ist vom USP zu reden und stelle es auch nicht in Abrede, dass dies ein wichtiger Punkt ist. Schließlich soll sich das eigene Angebot deutlich vom Wettbewerber unterscheiden. Aber müssen wir alles mit Fremdwörtern belegen?
      Mhm. Manchmal geht einfach meine provozierende Ader mit mir durch. Aber du hast wirklich recht: Es gibt Dinge, für die ich brenne und die mich beim Schreiben antreiben. Wenn ich soweit bin, dass ich sie in Worte fassen kann, schreibe ich sie auf. Versprochen.

      Antworten

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Jeden Tag liest und kauft irgendwer eines meiner B Jeden Tag liest und kauft irgendwer eines meiner Bücher. 🥰

Wenn mir das jemand vor Jahren erzählt hätte, hätte ich es niemals nie geglaubt. 
Mein Autorinnenleben begann leise, mit kleinen Trippelschritten. Es entwickelt sich stetig weiter. Es gab nicht den einen Riesenbestseller, es ist die Backlist und es ist die wachsende Zahl der Leserinnen. 

Und ehrlich, ich habe gefühlt alle Fehler gemacht, die man im Selfpublishing machen kann. Ich nenne es inzwischen Wegweiser auf meinem Weg. 
Momentan lese ich oft von Autor:innen, die aufgeben wollen.

Wenn dir die Lust am Schreiben geblieben ist, schreib. Wie überall ist auch in der Bücherwelt vieles sehr schnelllebig geworden, die sozialen Medien und der Druck, sich anpassen zu müssen, um mithalten zu können, ist hoch.

Es klingt möglicherweise abgedroschen aber, jeder und jede muss den eigenen Weg finden. Bücher werden nicht schlecht, nur weil sie älter als drei Monate sind. Die einen können innerhalb von drei Monaten ein Buch auf den Markt bringen, andere können es nicht. Ich gehöre zu denjenigen, die länger brauchen. Ist das für mich schlimm, nein. 

Ich habe null Einfluss darauf, was andere über mich und meine Bücher denken. Und ganz ehrlich, es ist mir letztendlich auch egal. Wichtig ist, dass ich mich wohl fühle mit dem, wie ich schreibe und veröffentliche. Natürlich gibt es auch bei mir hektische Tage vor einer Veröffentlichung oder einer Buchmesse. Und nicht alles funktioniert so, wie ich es mir am Anfang vorgestellt habe. Und natürlich ist es schön, wenn man mir meine Bücher aus den Händen reißt (Ich manifestiere für die Leipziger Buchmesse, daher das Foto. 😂). 

Aber. Der Zwang, es allen recht machen zu wollen, x Mal am Tag Beiträge in den sozialen Medien posten zu müssen, Reels etc. am laufenden Band zu produzieren, daneben zu schreiben, Job, Haushalt und was auch immer mit Leichtigkeit zu organisieren, das würde mich ins Unglück stürzen. Vermutlich krank machen. 

Wenn ich einen Wunsch in diesem Zusammenhang frei hätte, dann würde ich diesen wählen: Alle sollten verstehen, dass die sozialen Medien wenig mit dem Leben zu tun haben. Ganz wenig. Genau genommen gar nichts.
Die Überraschung diese Woche war, dass Facebook me Die Überraschung diese Woche war, dass Facebook meine Autorinnenseite gesperrt hat. Und ich glaube, dabei wird es auch bleiben.

Warum, weiß ich nicht. Die „übliche“ Begründung von Facebook ist, ich hätte gegen Gemeinschaftsstandards verstoßen. Tja nun. Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Vorwurf nicht zutrifft, aber gut.

Lustigerweise treibt mich schon länger die Idee um, mich stärker auf Aktivitäten außerhalb der sozialen Medien zu konzentrieren. Vielleicht war das ein Zeichen. 😂 
Ob ich noch einmal eine Autorinnenseite ins Leben rufe, ich weiß es nicht. Momentan denke ich eher, dass ich meine Zeit anders nutzen werde.

Und wie gut ist es, dass ich einen funktionierenden Newsletter, die Entenpost, habe. Sollte ich irgendwann auch bei Instagram gesperrt werden, bleibt der auf jeden Fall. Wenn du Lust hast, mitzulesen, freue ich mich. Es gibt eine Kurzgeschichte für alle diejenigen, die mit dabei sind. Die pinkfarbene Ente spielt da übrigens die Hauptrolle. 

Am Besten ist es natürlich, wenn wir uns live sehen. Kommst du zur Leipziger Buchmesse? Ich bin mit meinen beiden Glücksschreiberinnen Natascha und Gabi in Halle 5 E 410 und freue mich, wenn wir uns sehen. 💃

#leipzigerbuchmesse #mutzurveränderung #facebook
Manchmal wäre ich gern auf Sylt. Okay, das kommt ö Manchmal wäre ich gern auf Sylt.
Okay, das kommt öfter vor. 🤗

Immerhin darf ich mich auf meine Lieblingsinsel schreiben. 😍
Es wird Zeit, mal wieder eine Recherchereise zu unternehmen. Muss dringend nachsehen, 
ob die Sandkörner noch alle an Ort und Stelle sind. 

#Syltliebe #Syltroman #Brandungsgesang
Gestern habe ich im Radio eine Werbung gehört. Blu Gestern habe ich im Radio eine Werbung gehört. Blumenläden und Gartencenter öffnen heute zum Weltfrauentag, damit Männer Blumen für ihre Frauen kaufen können. Die ideale Gelegenheit, um eine besondere Frau glücklich zu machen. Mein Puls stieg kurz an. 

Frauen werden im Netz beleidigt, Frauenhass ist weit verbreitet. Politisch aktive Frauen stehen besonders im Fokus. Die Gewalt gegen Frauen nimmt zu, misogyne Ansichten verbreiten sich. Männern macht angeblich die fortschreitende Gleichberechtigung Angst. In den sozialen Medien wird vielfach erklärt, wie ein Mann zu sein hat. Sexistische und frauenfeindliche Botschaften werden verbreitet. 

Ich möchte keinen Blumenstrauß, sondern Männer, die sich offen gegen Frauenfeindlichkeit äußern. Die nicht klammheimlich mitlachen und mir sagen, dass das doch alles nicht so gemeint sei, frau sich nicht so anstellen soll. Ich wünsche mir Politik, die nicht nur in Männerbünden agiert und über Frauenrechte redet, stattdessen Frauenrechte durchsetzt. Ich wünsche mir, dass Männer Erfahrungen von Frauen ernst nehmen, anstatt sie klein zu reden.

Ich habe gelesen, dass soziale Plattformen gezielt frauenfeindliche Themen in die Plattformen bringen, Algorithmen fördern das. Ich wünsche mir Männer, die sich dagegen wehren. Es nicht zulassen, dass sich dieser Hass gegen Frauen weiter verbreitet. 

Was ich nicht will, sind Blumen zum Weltfrauentag. So nach dem Motto: Ich schenke dir eine Rose, dann muss es doch auch mal gut sein. 

#weltfrauentag
Ich habe es doch nur gut gemeint. Das ist ein Sa Ich habe es doch nur gut gemeint. 

Das ist ein Satz, den man oft von Eltern hört, wenn die etwas tun, womit man nicht einverstanden ist.

Was passiert, wenn es umgekehrt ist. Also der Satz vom Kind kommt? 

Heike aus Brandungsgesang macht diese Erfahrung mit ihren Söhnen. Die meinen es gut. Aber ist das, was die Kinder gut finden auch das, was der Mutter gefällt? Spannend, wenn sich das plötzlich umkehrt. 

#Brandungsgesang #MutzurVeränderung #Veränderungsreise #syltliebe
Der März ist da. Mein Lieblingsbuchmessenmonat. 🥰 Der März ist da. Mein Lieblingsbuchmessenmonat. 🥰

Nicht mehr lange, dann beginnt die Leipziger Buchmesse. Ich freue mich auf meine Glücksschreiberinnen @natascha_birovljev_autorin und @gabi.schmid_autorin . Wir haben dieses Mal einen großen Stand, reisen mit unseren Büchern, Postkarten, der einen oder anderen Ente und … nee, ich verrate ja nicht alles, an. 

Du findest mich in Halle 5 an unserem Stand E 410, außerdem am Freitag mit @henriketoennes bei unserer inzwischen traditionellen Plauderei in Halle 4 und am Samstag in der Buchbar, ebenfalls in Halle 4. wir sprechen über meinen neuen Roman Brandungsgesang und mein Lieblingsthema: Du bist nicht zu alt, und es ist nicht zu spät!

Ich werde dieses Mal nicht alle meiner Bücher mitbringen. Wenn du ein bestimmtes Buch signiert haben möchtest, gib mir vorher Bescheid, dann packe ich es für dich ein.

Wer kommt mich in Leipzig am Stand besuchen? Wer ist mit dabei, wenn ich mit Henrike auf der Bühne plaudere oder schaut in der Buchbar vorbei?

#leipzigerbuchmesse #Brandungsgesang #autorenleben
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