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Katharina Mosel

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Aktuelle Seite: Start / Die Woche der Anwältin / Autorinnenleben oder wie oft schaue ich auf die Verkaufszahlen

Autorinnenleben oder wie oft schaue ich auf die Verkaufszahlen

4. März 2018 By Katharina Mosel 2 Kommentare

Jeder Selbstständige weiß, dass die eigene gute Laune oftmals mit der Auftragslage einhergeht. Mit anderen Worten: Kommen keine neuen Aufträge rein, ist die allgemeine Stimmungslage angesichts des Kontostandes auf dem Geschäftskonto in der Regel nicht gut. Da ich schon seit über 25 Jahren selbstständig bin, habe ich mich an Schwankungen auf den Geschäftskonten gewöhnt und denke schon seit langer Zeit nicht mehr, dass ich demnächst pleite gehe. Am Anfang meiner Berufstätigkeit habe ich das tatsächlich des Öfteren angenommen. So weit so gut.

Seitdem ich angefangen habe Bücher zu veröffentlichen, beobachte ich mich immer häufiger dabei, dass ich nach den Verkaufszahlen meiner Buchschätzchen schiele. Mir ist dabei völlig bewusst, dass ich das Schreiben als Hobby ausübe und es in keinem Falle realistisch ist, anzunehmen, dass ich davon irgendwann meinen Lebensunterhalt bestreiten könnte. Und dennoch schaue ich jeden Tag bei Amazon nach den Verkaufszahlen. Manchmal sogar mehr als einmal am Tag.

Und der Witz ist: Jedes Mal, wenn ich sehe, dass jemand mein Buch gekauft hat, freue ich mich wie eine Schneekönigin. Mit dem Gefühl, Geld zu verdienen, kann das nichts zu tun haben, dafür müsste ich schon sehr viele Bücher pro Tag verkaufen. Und doch verschönert mir ein Verkauf auch nur eines Buches den Tag. Ist das nicht fabelhaft?

Nicht, dass ich falsch verstanden werde. Ich arbeite gerne als Anwältin und bin dankbar, dass mein Traum des selbstständigen Arbeitens schon so viele Jahren Realität ist. Und trotzdem … geht euch das auch so?

 

 

Kategorie: Die Woche der Anwältin, Notizen Stichworte: Amazon, Autorenleben, Buchverkauf, Frauenroman, Selbstständigkeit, Vier Mal Frau, Vom Schreiben leben

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Evelyn Brock meint

    4. März 2018 um 11:27

    Liebe Katharina,
    herzlichen Glückwunsch zu Deinem neuen Buch. Ich habe die letzten Tage mit Grippe im Bett gelegen und war froh, dabei Dein gut geschriebenes und kurzweiliges Buch lesen zu können. Weiter so, ich freue mich für Dich. Danke auch, dass Du eine der Figuren meinen Namen gegeben hast und der Name der Yogastudio-Inhaberin kommt mir auch irgendwie bekannt vor…. 😉
    Weiterhin ganz viel Erfolg in Deiner neuen Leidenschaft.
    Evelyn Brock

    Antworten
    • Katharina Mosel meint

      4. März 2018 um 12:45

      Liebe Evelyn, wie schön, dass dir mein neues Buch gefallen hat. Ich bin wirklich froh, dass ich das Schreiben wieder entdeckt habe. Es macht so viel Freude. Gute Besserung wünsche ich. Wir sehen uns. 😘😘😘

      Antworten

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Kritik ist wichtig. Buchkritik auch. Wenn die Krit Kritik ist wichtig. Buchkritik auch. Wenn die Kritik an einem Buch Frauen (nicht das Buch) durch Worte herabwürdigt, klein und lächerlich macht, folgt sie einem altbekannten Muster. 

Ich behaupte, dass viele Frauen dieses Muster kennen. Dieses die Frau als Person angreifen (du bist hysterisch oder hast deine Tage), wenn Mann inhaltlich nicht weiterkommt. Dieses süffisante Lächeln von männlichen Vorgesetzten oder Kollegen, wenn sie einen in Besprechungen nicht zu Wort kommen lassen, die eigenen Ideen abgebügelt werden und man darauf verwiesen wird, dass man noch zu jung und unerfahren sei, um mitzureden. 
Dieses „Ich erkläre dir die Welt Ding“ du kleine Dumme, was viele Kerle vor sich hertragen. 

All das schwingt bei mir unbewusst mit, wenn ich lese, dass wir eine Schnatterzone in der Damentoilette haben. Dass wir intellektuell minderbemittelt sind, wenn wir Bücher von @ildikovonkuerthy oder @sophiepassmann lesen. 

Meinetwegen kann Herr Scheck verbreiten, was er möchte. Ich wünsche ihm, dass er über die Kritik, die er für seine Worte bekommt, tatsächlich nachdenkt und sich verändert. Sie nicht reflexhaft zurückweist.

Uns wünsche ich weiterhin interessante Begegnungen auf Damentoiletten. Kurze, liebevolle Gespräche, die Unterstützung und Mut machen, wenn es nötig ist. Habe extra noch einmal nachgesehen: In meinem Roman Wattlichter gibt es auch eine kleine Szene, die in einer Damentoilette spielt. 🤗
Und ich mag das Geschnatter meiner Ente. Also meistens. 😂

Schreibt mir doch mal, wenn ihr mögt, was ihr über Gespräche in Damentoiletten denkt.
Schönen Sonntag ihr Lieben. 

#MutzurVeränderung #frauenab40 #Mindset
Man hört nie auf Mutter zu sein, hat mir diese Woc Man hört nie auf Mutter zu sein, hat mir diese Woche eine Mandantin gesagt.

Richtig. Aber was ist mit der Frau?, habe ich zurückgefragt. Ihr seht schon, ich bin auch in der Rechtsberatung nie nur juristisch unterwegs. 🤷‍♀️
Es ging darum, inwieweit man sich als Mutter noch so verausgaben soll, auch finanziell, für längst erwachsene Kinder und darüber die eigenen Bedürfnisse vergisst oder ignoriert. Schwierige Kost. 

Ich weiß nicht, wie sich meine Mandantin entscheidet, aber was ich weiß ist: Ich muss diese Fragen abseits des Rechts aufwerfen. Es gehört für mich unbedingt dazu, auch mal quer zu denken. Gerade älteren Frauen Mut dazu zu machen, an die eigenen Bedürfnisse zu denken. Sich zu trauen, sich selbst in den Mittelpunkt zu setzen. 

Das mit dem Mittelpunkt haben wir nicht gelernt, sagte die Mandantin zu mir. Stimmt. Aber es ist niemals nie zu spät, damit anzufangen. 

Was denkst du? Darf man erwachsenen Kindern klar sagen, dass man als Mutter nun erstmal an sich denkt? 

#MutzurVeränderung #Veränderungsgesang #Brandungsgesang #Sylt
Den Satz habe ich gestern meiner Romanfigur mit au Den Satz habe ich gestern meiner Romanfigur mit auf den Weg gegeben, sie kaut noch daran herum. 

Vor einiger Zeit habe ich eine Frau beraten, der es gesundheitlich nicht gut ging. Sie pfiff sozusagen auf dem letzten Loch, war kurz vor einem Burnout. Ja, sie hat einen sehr anspruchsvollen Job, hat mir lang und breit erklärt, warum gerade sie sich gerade jetzt keine Auszeit nehmen kann. 

Ich bin in solchen Momenten nicht unbedingt zartfühlend, habe sie also mehr oder weniger dezent darauf hingewiesen, dass berufliche Belastung gepaart mit extremer privater Belastung zu einem kompletten Zusammenbruch führen kann. 
Aber man braucht mich doch, hat sie geantwortet. Ohne mich läuft es nicht, ich kann die Menschen nicht im Stich lassen.

Ich kenne das von mir auch. Dieses noch weit in den Abend hinein arbeiten, weil ich für andere noch etwas Dringendes machen muss. Am Wochenende im Büro sitzen und Akten bearbeiten, weil ich nicht Nein sagen konnte.

Ich kenne Frauen, die nach dem anstrengenden Arbeitstag noch ein Drei-Gänge Menü kochen, weil Gäste kommen und alles selbst gemacht sein muss. Die bis spät in die Nacht die Wohnung putzen, damit alles schön sauber vor den Feiertagen ist. 

Meiner Romanfigur bringe ich langsam bei, dass es auch noch andere Dinge gibt, als sich um andere zu sorgen. Mir habe ich beigebracht, nein zu sagen. Auch wenn mein Gegenüber mich flehend anschaut.

Probier es mal aus, es funktioniert. 
Frohe Ostern! 🐇🐇🐇

#MutzurVeränderung #Veränderungsreise #ü50 #Mindset
Niemand wartet auf eine Frau ab Mitte 50? Den Ei Niemand wartet auf eine Frau ab Mitte 50? 

Den Eindruck könnte man gewinnen, wenn man sich in den sozialen Medien bewegt. Oder sich Fernsehfilme anschaut. Ab einem bestimmten Alter werden Frauen nur noch als liebevolle Großmütter oder böse Hexen gezeigt. Okay, vielleicht ein kleines bisschen übertrieben, im Kern aber
Dabei sind wir so viel mehr. Und wir haben es gar nicht nötig, dass jemand auf uns warten muss, wir schaffen das auch so. 

Neue aus Wattlichter ist so eine Frau ab 50, die sich traut, noch einmal etwas ganz Neues anzufangen. Auszubrechen aus ihrem alten Leben. Das geht nicht von gleich auf jetzt, ist auch mit schlaflosen Nächten verbunden. Sie wächst über sich hinaus, als sie ihre Komfortzone verlässt. Schritt für Schritt. 

Gestern hatte ich ein Gespräch mit einer Mandantin, der es gerade ähnlich geht. Sie fängt noch einmal ganz von vorn an, verändert sich beruflich, hat alles durcheinander geschmissen im positiven Sinne. Sie hat mir gesagt, dass es ungeheuer anstrengend ist, ihre leuchtenden Augen haben mir verraten, wie sehr sie es liebt. 

Also lass dir niemals einreden, dass du es nicht kannst. Nur, weil du schon ein wenig älter bist. 

#veränderungsreise #mutzurveränderung #mindset #50plusandfabulous
Wenn ein erwachsenes Kind nicht mehr mit der Mutte Wenn ein erwachsenes Kind nicht mehr mit der Mutter spricht, weil die sich nach dem Tod ihres Ehemannes wieder neu verliebt hat, ist das unverständlich.
Jedenfalls habe ich es so empfunden. Der Sohn empfand das Verhalten als Verrat gegenüber dem verstorbenen Vater. 

Ich habe mich gefragt, wie man auf so eine Idee kommen kann. Als Sohn. Sollte die Mutter bis zum eigenen Tod allein bleiben und trauern? Oder reicht es, wenn sie ein oder zwei Trauerjahre einhält? In dem Fall, den ich begleitet habe, hatte die Frau zwei Jahre nach dem Tod des Mannes sich neu verliebt, zum Entsetzen ihres Sohnes.

Jedenfalls war dieser Fall ein Impuls für mich zur Story von „Brandungsgesang“. Wobei in meiner Geschichte die Söhne durchaus mit ihrer Mutter reden, sie wollen nur etwas anderes für ihre Mutter, als sie es will. Und üben Druck aus.

Kennt ihr das auch? Kinder, die nach einem Tod des Elternteils meinen, dass sie es besser wissen? Die auf einmal bestimmen wollen, wie der Weg des Elternteils weitergehen soll? Und beleidigt sind, wenn nicht das getan wird, was sie sich vorstellen. 

#MutzurVeränderung #Veränderungsreise #Frauenab50 #Brandungsgesang
Juristisch ist das natürlich möglich, das ist klar Juristisch ist das natürlich möglich, das ist klar. 

Ich begleite in den letzten Jahren als Anwältin öfter Frauen, die 70 Jahre und älter sind und sich scheiden lassen möchten. Da geht es neben den juristischen Themen auch häufig darum, ob Frau sich das noch zutrauen will. Funktioniert es, wenn frau nach Jahrzehnten allein lebt? Was sagt der Freundeskreis dazu? Wie finden das die Kinder? Stellen sich die Bekannten und die Familie auf die Seite des Mannes? Fragen, die nicht immer leicht zu beantworten sind. Vieles stellt sich naturgemäß erst heraus, wenn die Trennung ausgesprochen wird.

Und ehrlich: Ich bewundere diese Frauen. Ich feiere ihren Mut und ihre Entschlossenheit. Bitte nicht falsch verstehen: Ich habe überhaupt nichts gegen die Ehe, bin selbst seit über 30 Jahren glücklich verheiratet. Die meisten Frauen in der Situation erzählen mir, dass sie in ihren letzten Jahren selbstbestimmt leben möchten. Allein entscheiden wollen, nicht mehr abhängig sein wollen. Ich frage in solchen Fällen immer, ob nicht eine Eheberatung helfen könnte. Unisono haben mir bisher alle gesagt, dass ihr Mann niemals zu einer Paarberatung gehen würde. Schade.

Trotzdem bin ich heilfroh, dass die Scheidung heute nicht mehr mit einem Makel behaftet ist. Noch gar nicht so lange her, dass das anders war. 

#MutzurVeränderung #Veränderungsreise #frauenpower
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