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Katharina Mosel

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Aktuelle Seite: Start / Notizen / Anwalt oder Anwältin?

Anwalt oder Anwältin?

7. Juli 2018 By Katharina Mosel Kommentar verfassen

Um Missverständnissen vorzubeugen: Der Beitrag beschäftigt sich nicht mit der Frage, ob man bei gleicher Qualifikation des Rechtsanwalts lieber zu einem Anwalt oder zu einer Anwältin gehen sollte. Das möge bitte jeder für sich selbst entscheiden.

Mir geht es heute darum, welche Berufsbezeichnung, die weibliche oder die männliche, sprachlich verwendet werden soll. Finden Sie die Frage komisch? Das kann ich gut verstehen. Ich mache das mal an einem Beispiel fest:

Als meine Kollegin und ich vor mehr als 25 Jahren unser Büro eröffnet haben, musste natürlich auch ein Kanzleischild her. Damals war Anwälten noch die Werbung jedweder Art verboten, d.h. außer Name, Berufsbezeichnung und Telefonnummer konnte man nicht viel darauf schreiben. Uns beiden war völlig klar, dass unter unseren beiden Namen die Berufsbezeichnung „Rechtsanwältinnen“ stehen würde. Meinem Vater, auch er ein Rechtsanwalt, war dieses nicht so klar: Er hat uns allen Ernstes gefragt, warum wir nicht „Rechtsanwälte“ auf das Schild schreiben würden. Das bringt uns heute noch zum Lachen, wenn wir uns daran erinnern.

Das Schild gibt es seit damals, es hat sogar einen Gipsanschlag einer uns nicht so wohlgesonnenen Person überlebt. Jetzt muss es ausgetauscht werden, weil die Fassade unseres Bürohauses erneuert wird und das Schild optisch nicht mehr passt. Wir überlegen also gerade, ob wir die Bezeichnung ändern sollen. Auf unserem Briefbogen und im Netz sind wir als Anwaltskanzlei Linden & Mosel bekannt. Das könnten wir natürlich auch auf das Schild schreiben. Dann erkennt man aber nicht mehr, dass wir eine Anwältinnenkanzlei sind und das fände ich schade. „Anwältinnenkanzlei“ auf das Schild zu schreiben passt heute für uns nicht mehr, weil wir sprachlich von Anfang an eine Anwaltskanzlei waren. So weit haben wir damals eben nicht gedacht. Also bleiben wir vermutlich bei „Rechtsanwältinnen“.

Dazu passt Folgendes: Vor ein paar Tagen habe ich gepostet, dass im September mein neues Buch „Paragrafen und Prosecco – Justitia und andere Katastrophen“ erscheinen wird. Spaßeshalber habe ich den xten Entwurf meines Klappentextes fotografiert, auf dem man das Wort „Anwältinnenkanzlei“ lesen konnte. Daraufhin bekam ich von einer Autorinnenkollegin sinngemäß die Mitteilung, dass dieses Wort sprachlich gar nicht gehen würde.

Ob das Wort auf dem Klappentext erscheinen wird, weiß ich noch nicht. Der Einwand der Kollegin hat mich aber nachdenklich gemacht. Warum soll man sich nicht auch sprachlich als das bezeichnen, was man ist?

Mir sitzen manchmal in der Beratung Frauen gegenüber, die sich selber als „Kaufmann“ bezeichnen und ich gebe zu, dass sich bei mir dann die Nackenhaare kräuseln.  In meine Akte schreibe ich automatisch immer „Kauffrau“. Warum benutzen die Frauen nicht die weibliche Form?

Also, wie seht ihr das? „Anwaltskanzlei“ oder „Anwältinnenkanzlei“? Oder ist das völlig gleichgültig?

Kategorie: Die Woche der Anwältin, Notizen Stichworte: Anwältinnenkanzlei, Anwaltskanzlei, Justitia und andere Katastrophen, Paragrafen und Prosecco, Rechtsanwalt, Rechtsanwältin

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Jeden Tag liest und kauft irgendwer eines meiner B Jeden Tag liest und kauft irgendwer eines meiner Bücher. 🥰

Wenn mir das jemand vor Jahren erzählt hätte, hätte ich es niemals nie geglaubt. 
Mein Autorinnenleben begann leise, mit kleinen Trippelschritten. Es entwickelt sich stetig weiter. Es gab nicht den einen Riesenbestseller, es ist die Backlist und es ist die wachsende Zahl der Leserinnen. 

Und ehrlich, ich habe gefühlt alle Fehler gemacht, die man im Selfpublishing machen kann. Ich nenne es inzwischen Wegweiser auf meinem Weg. 
Momentan lese ich oft von Autor:innen, die aufgeben wollen.

Wenn dir die Lust am Schreiben geblieben ist, schreib. Wie überall ist auch in der Bücherwelt vieles sehr schnelllebig geworden, die sozialen Medien und der Druck, sich anpassen zu müssen, um mithalten zu können, ist hoch.

Es klingt möglicherweise abgedroschen aber, jeder und jede muss den eigenen Weg finden. Bücher werden nicht schlecht, nur weil sie älter als drei Monate sind. Die einen können innerhalb von drei Monaten ein Buch auf den Markt bringen, andere können es nicht. Ich gehöre zu denjenigen, die länger brauchen. Ist das für mich schlimm, nein. 

Ich habe null Einfluss darauf, was andere über mich und meine Bücher denken. Und ganz ehrlich, es ist mir letztendlich auch egal. Wichtig ist, dass ich mich wohl fühle mit dem, wie ich schreibe und veröffentliche. Natürlich gibt es auch bei mir hektische Tage vor einer Veröffentlichung oder einer Buchmesse. Und nicht alles funktioniert so, wie ich es mir am Anfang vorgestellt habe. Und natürlich ist es schön, wenn man mir meine Bücher aus den Händen reißt (Ich manifestiere für die Leipziger Buchmesse, daher das Foto. 😂). 

Aber. Der Zwang, es allen recht machen zu wollen, x Mal am Tag Beiträge in den sozialen Medien posten zu müssen, Reels etc. am laufenden Band zu produzieren, daneben zu schreiben, Job, Haushalt und was auch immer mit Leichtigkeit zu organisieren, das würde mich ins Unglück stürzen. Vermutlich krank machen. 

Wenn ich einen Wunsch in diesem Zusammenhang frei hätte, dann würde ich diesen wählen: Alle sollten verstehen, dass die sozialen Medien wenig mit dem Leben zu tun haben. Ganz wenig. Genau genommen gar nichts.
Die Überraschung diese Woche war, dass Facebook me Die Überraschung diese Woche war, dass Facebook meine Autorinnenseite gesperrt hat. Und ich glaube, dabei wird es auch bleiben.

Warum, weiß ich nicht. Die „übliche“ Begründung von Facebook ist, ich hätte gegen Gemeinschaftsstandards verstoßen. Tja nun. Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Vorwurf nicht zutrifft, aber gut.

Lustigerweise treibt mich schon länger die Idee um, mich stärker auf Aktivitäten außerhalb der sozialen Medien zu konzentrieren. Vielleicht war das ein Zeichen. 😂 
Ob ich noch einmal eine Autorinnenseite ins Leben rufe, ich weiß es nicht. Momentan denke ich eher, dass ich meine Zeit anders nutzen werde.

Und wie gut ist es, dass ich einen funktionierenden Newsletter, die Entenpost, habe. Sollte ich irgendwann auch bei Instagram gesperrt werden, bleibt der auf jeden Fall. Wenn du Lust hast, mitzulesen, freue ich mich. Es gibt eine Kurzgeschichte für alle diejenigen, die mit dabei sind. Die pinkfarbene Ente spielt da übrigens die Hauptrolle. 

Am Besten ist es natürlich, wenn wir uns live sehen. Kommst du zur Leipziger Buchmesse? Ich bin mit meinen beiden Glücksschreiberinnen Natascha und Gabi in Halle 5 E 410 und freue mich, wenn wir uns sehen. 💃

#leipzigerbuchmesse #mutzurveränderung #facebook
Manchmal wäre ich gern auf Sylt. Okay, das kommt ö Manchmal wäre ich gern auf Sylt.
Okay, das kommt öfter vor. 🤗

Immerhin darf ich mich auf meine Lieblingsinsel schreiben. 😍
Es wird Zeit, mal wieder eine Recherchereise zu unternehmen. Muss dringend nachsehen, 
ob die Sandkörner noch alle an Ort und Stelle sind. 

#Syltliebe #Syltroman #Brandungsgesang
Gestern habe ich im Radio eine Werbung gehört. Blu Gestern habe ich im Radio eine Werbung gehört. Blumenläden und Gartencenter öffnen heute zum Weltfrauentag, damit Männer Blumen für ihre Frauen kaufen können. Die ideale Gelegenheit, um eine besondere Frau glücklich zu machen. Mein Puls stieg kurz an. 

Frauen werden im Netz beleidigt, Frauenhass ist weit verbreitet. Politisch aktive Frauen stehen besonders im Fokus. Die Gewalt gegen Frauen nimmt zu, misogyne Ansichten verbreiten sich. Männern macht angeblich die fortschreitende Gleichberechtigung Angst. In den sozialen Medien wird vielfach erklärt, wie ein Mann zu sein hat. Sexistische und frauenfeindliche Botschaften werden verbreitet. 

Ich möchte keinen Blumenstrauß, sondern Männer, die sich offen gegen Frauenfeindlichkeit äußern. Die nicht klammheimlich mitlachen und mir sagen, dass das doch alles nicht so gemeint sei, frau sich nicht so anstellen soll. Ich wünsche mir Politik, die nicht nur in Männerbünden agiert und über Frauenrechte redet, stattdessen Frauenrechte durchsetzt. Ich wünsche mir, dass Männer Erfahrungen von Frauen ernst nehmen, anstatt sie klein zu reden.

Ich habe gelesen, dass soziale Plattformen gezielt frauenfeindliche Themen in die Plattformen bringen, Algorithmen fördern das. Ich wünsche mir Männer, die sich dagegen wehren. Es nicht zulassen, dass sich dieser Hass gegen Frauen weiter verbreitet. 

Was ich nicht will, sind Blumen zum Weltfrauentag. So nach dem Motto: Ich schenke dir eine Rose, dann muss es doch auch mal gut sein. 

#weltfrauentag
Ich habe es doch nur gut gemeint. Das ist ein Sa Ich habe es doch nur gut gemeint. 

Das ist ein Satz, den man oft von Eltern hört, wenn die etwas tun, womit man nicht einverstanden ist.

Was passiert, wenn es umgekehrt ist. Also der Satz vom Kind kommt? 

Heike aus Brandungsgesang macht diese Erfahrung mit ihren Söhnen. Die meinen es gut. Aber ist das, was die Kinder gut finden auch das, was der Mutter gefällt? Spannend, wenn sich das plötzlich umkehrt. 

#Brandungsgesang #MutzurVeränderung #Veränderungsreise #syltliebe
Der März ist da. Mein Lieblingsbuchmessenmonat. 🥰 Der März ist da. Mein Lieblingsbuchmessenmonat. 🥰

Nicht mehr lange, dann beginnt die Leipziger Buchmesse. Ich freue mich auf meine Glücksschreiberinnen @natascha_birovljev_autorin und @gabi.schmid_autorin . Wir haben dieses Mal einen großen Stand, reisen mit unseren Büchern, Postkarten, der einen oder anderen Ente und … nee, ich verrate ja nicht alles, an. 

Du findest mich in Halle 5 an unserem Stand E 410, außerdem am Freitag mit @henriketoennes bei unserer inzwischen traditionellen Plauderei in Halle 4 und am Samstag in der Buchbar, ebenfalls in Halle 4. wir sprechen über meinen neuen Roman Brandungsgesang und mein Lieblingsthema: Du bist nicht zu alt, und es ist nicht zu spät!

Ich werde dieses Mal nicht alle meiner Bücher mitbringen. Wenn du ein bestimmtes Buch signiert haben möchtest, gib mir vorher Bescheid, dann packe ich es für dich ein.

Wer kommt mich in Leipzig am Stand besuchen? Wer ist mit dabei, wenn ich mit Henrike auf der Bühne plaudere oder schaut in der Buchbar vorbei?

#leipzigerbuchmesse #Brandungsgesang #autorenleben
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