„Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.“ Dieser Satz wird Albert Einstein zugeschrieben, ich weiß nicht, ob er es wirklich so gesagt hat. Egal. Wichtig ist die Aussage. Lies den Satz noch einmal und lass ihn dir auf der Zunge zergehen. Man macht immer das Gleiche und will trotzdem andere Ergebnisse. Ziemlich kurios, oder? Und trotzdem geht es uns allen so, wenn wir über Veränderungen nachdenken, ich schließe mich da durchaus ein. Es ist schwer, die alt bekannte Komfortzone zu verlassen. Das erfordert häufig Mut, fast immer auch eine gewisse Disziplin.
3 Komponenten sind wichtig
Meine Frauenärztin, die im gleichen Alter ist wie ich, erklärt gern, dass drei Komponenten für ein gesundes Älterwerden wichtig seien: Ausdauer, Beweglichkeit und Kraft. Natürlich möchte ich auch im fortgeschritteneren Lebensjahr möglichst fit bleiben. Logisch. Ich fahre also mit dem Rad jeden Morgen fünfundzwanzig Minuten ins Büro, abends wieder zurück. Eine Yogamatte liegt neben meinem Bett, ich höre morgens gern Podcastbeiträge, während ich Gymnastik betreibe. Und ja, ich bin Mitglied in einem Fitnessstudio, was mit dem Rad in knapp zehn Minuten zu erreichen ist. Eigentlich ein Katzensprung und trotzdem: Wenn es gut läuft, schaffe ich es einmal in der Woche. Spoiler: Es läuft selten gut.
Okay, wirst du jetzt vielleicht sagen. Nicht schlimm, du machst doch schon viel Sport. Na ja, für meinen Rücken wäre es trotzdem prima, Gewichte zu heben. Ich weiß das. Und es fühlt sich hinterher so unglaublich gut und befriedigend an, wenn ich aus dem Studio komme. Trotzdem ist es jedes Mal wieder ein extremes Verlassen meiner Komfortzone. Und wir reden hier von einem Besuch im Fitnessstudio und nicht von einem Berufs- oder Ortswechsel.
Jede Veränderung beginnt mit einer bewussten Entscheidug
Ich habe inzwischen gelernt, dass jede Veränderung mit einer bewussten Entscheidung beginnen sollte. Einer Entscheidung, die ich treffe. Veränderungen, die von außen kommen, sind häufig unerfreulich. Etwas Schlimmes passiert und du bist gezwungen, dich zu verändern. Dein Partner verlässt dich, jemand stirbt, dein Job wird gekündigt, du wirst krank. Alles Dinge, die man nicht möchte, die einen aber dazu zwingen, sich zu verändern. Wie viel besser wäre es, wenn eine Veränderung aus deinem Inneren käme.
Wer kann sich verändern?
Die Heldinnen in meinen Romanen sind Menschen wie du und ich. Frauen, die in mittleren Jahren darüber nachdenken, ob das schon alles gewesen sein soll. Die Kinder sind erwachsen, der eigene Job fühlt sich nicht mehr richtig an. Eine Trennung steht ins Haus, jemand ist verstorben. Kann man auch im mittleren Alter seinem Leben noch einmal eine ganz andere Richtung geben? Spoiler: Ja, kann man. Solange wir leben, hört das nicht auf. Man muss nicht den Deckel über das eigene Leben stülpen und denken, jetzt ist Schluss.
Syltromane
Begleite verschiedene Frauen im Alter auf meine Lieblingsinsel Sylt. Neuanfang mit 50, geschieden, verwitwet, auf der Suche nach neuen Herausforderungen: Sylt ist eine Lesereise wert!

Meine Romane spielen häufig auf meiner Lieblingsinsel Sylt. Ich komme aus dem Norden und habe von Kindesbeinen an sehr viel Zeit dort verbracht. Ich mag es, meine Figuren nach Sylt zu bringen. Der Blick auf die Nordsee weitet den eigenen Horizont, der Gesang der Wellen lockt, über das Leben nachzudenken. Genau der richtige Ort also, um sich Veränderungen auszumalen. Es ist nie zu spät, sich selbst neu zu begegnen.

Über die Autorin: Katharina Mosel
Katharina Mosel ist eine echte Hamburger Deern. Aufgewachsen in Schleswig-Holstein, lebt und arbeitet sie heute in Köln. In ihren Wohlfühlromanen nimmt sie ihre Leserschaft mit in ihre Heimat Norddeutschland, am liebsten auf ihre Lieblingsinsel Sylt. Mut zur Veränderung ist das Thema, das die Autorin und ihre Figuren im besten Alter bewegt. Natürlich darf dabei die Liebe nicht zu kurz kommen. Begleitet wird Katharina Mosel von einer pinkfarbenen Ente, die mittlerweile zu ihrem Markenzeichen geworden ist. Sie erinnert die Autorin und ihre Figuren stets daran, dass es nie zu spät ist, das Schicksal in die eigene Hand zu nehmen.

