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Ich bin die wichtigste Person in meinem Leben!

Klingt erst einmal ein wenig abgefahren, oder? Bis vor kurzem habe ich nie darüber nachgedacht, wer die wichtigste Person in meinem Leben ist. Hätte man mich gefragt, hätte ich meinen Mann genannt. Niemals nie hätte ich mit „ich“ geantwortet.

Was man von meiner Generation erwartet

Wie so viele in meiner Generation bin ich mit dem Bewusstsein aufgewachsen, dass meine eigenen Ideen und Gedanken nicht immer an erster Stelle stehen. Es ging darum fleißig zu sein, eine gute Ausbildung zu absolvieren und unabhängig zu werden. Hart zu arbeiten, um sich etwas erlauben zu können. Im Gegensatz zu vielen anderen Frauen in meinem Alter hatte ich eine Mutter, die gearbeitet hat, niemals Hausfrau war. Sie hat mich geprägt, mir beigebracht, dass ich als Frau auf eigenen Füßen stehen soll, mich nicht von einem Mann abhängig machen darf. Dafür bin ich ihr dankbar.

Lernen, sich wichtig zu nehmen

Nicht gelernt habe ich, mich wichtig zu nehmen. Wichtiger als mein persönliches Umfeld. Ich habe nicht gelernt, mir etwas erlauben zu dürfen. Meine Bedürfnisse über das Geld zu stellen. Es hieß oft später, wenn du älter bist und nicht mehr arbeiten musst, kannst du dich immer noch ausruhen, deinen Hobbys nachgehen.

Der Leistungsgedanke ist tief verwurzelt

Der Leistungsgedanke ist in mir immer noch sehr tief verwurzelt. Es erfordert ein Umdenken und ein regelmäßiges Einüben von neuen Gedanken, um sich davon zu lösen. Veränderung halt. Es ist faszinierend, wie sich das eigene Leben verändert, wenn man konsequent sich selbst als die wichtigste Person betrachtet. Wenn man sich erlaubt, ein Drehbuch für das eigene Leben zu entwerfen, sich neu ausrichtet und den ersten Schritt macht.

Ab und zu frage ich Mandantinnen, wer die wichtigste Person in ihrem Leben ist. Die meisten nennen ihre Kinder. Wenn ich liebevoll nachfrage, ob sie denken, dass sie ein Vorbild für ihre Kinder wären, zucken manche zusammen. Schütteln den Kopf und ich kann sehen, wie es in ihrem Kopf rattert.

Was sich selbst wichtig nehmen, nicht heißt

Sich selbst wichtig zu nehmen heißt übrigens nicht, anderen Menschen gegenüber gleichgültig und lieblos zu sein. Es heißt, sich selbst in den Mittelpunkt des eigenen Denkens zu stellen, was Wünsche und das eigene Leben betrifft. Ich behaupte, dass dies Frauen aufgrund der Erziehung schwerer fällt als Männern.

Auch in meinen Romanen müssen die Frauen erst lernen, was es bedeutet, für sich loszugehen. Getreu dem Grundsatz: Du bist nicht zu alt und es ist nicht zu spät, begleite ich sie auf dem Weg in das Abenteuer, sich selbst wichtig zu nehmen. Eigene Wünsche zu entdecken und für sich selbst loszugehen.


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Über die Autorin: Katharina Mosel

Katharina Mosel ist eine echte Hamburger Deern. Aufgewachsen in Schleswig-Holstein, lebt und arbeitet sie heute in Köln. In ihren Wohlfühlromanen nimmt sie ihre Leserschaft mit in ihre Heimat Norddeutschland, am liebsten auf ihre Lieblingsinsel Sylt. Mut zur Veränderung ist das Thema, das die Autorin und ihre Figuren im besten Alter bewegt. Natürlich darf dabei die Liebe nicht zu kurz kommen. Begleitet wird Katharina Mosel von einer pinkfarbenen Ente, die mittlerweile zu ihrem Markenzeichen geworden ist. Sie erinnert die Autorin und ihre Figuren stets daran, dass es nie zu spät ist, das Schicksal in die eigene Hand zu nehmen.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

    1. Katharina

      Das kenne ich auch gut. Ist alles eine Frage der Übung. Und es fühlt sich gut an, wenn frau es endlich macht.

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