Was ist das überhaupt, eine Löffelliste? Manche von euch werden den Begriff Bucket List kennen. Es geht um eine Liste, die du schreibst mit deinen Wünschen, also mit all dem, was du noch erleben möchtest, bevor du stirbst, sozusagen den Löffel abgibst.
Hast du so eine Liste?
Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass es total Spaß macht, so eine Liste zu erstellen. Auf der anderen Seite ist es aber auch herausfordernd, sich überhaupt einmal Gedanken über eigene Wünsche zu machen. Sich zu erlauben, groß zu denken. In unserem Autopiloten-Alltag vergessen wir nur zu oft, darüber nachzudenken, was wir uns für uns selbst wünschen. Mir zumindest geht es so. Ich weiß immer ziemlich genau, was ich nicht will. Schwer fällt es mir dagegen, darüber nachzudenken, was ich mir für mich selbst wünsche. Anfangs ist es nicht leicht, sich selbst zu erlauben, groß zu denken. Als Kind war das komplett anderes, da konnte ich mir alles vorstellen. Es ist Übungssache, sich nach so vielen Jahren wieder in diesen Zustand hineinzuversetzen.

Was gehört auf die Bucketlist?
Je mehr Wünsche dir für deine Löffelliste einfallen, umso besser. Das müssen nicht zwangsläufig kostspielige Wünsche sein: Bei mir kamen beispielsweise Wünsche wie einen Tag blau machen und nur im Bett lesen, nachts im Meer plantschen und zu einen Mitsingen-Event gehen, auf die Liste.
Spannend wird es, wenn du in einem nächsten Schritt damit beginnst, deine Liste abzuarbeiten. Das öffnet dir nämlich deinen eigenen Raum, du kommt heraus aus der altbekannten Komfortzone, aus deinem Autopiloten, und du veränderst dich. Du erfährst Schritt für Schritt, was für dich selbst möglich ist.
Diese Löffelliste ist übrigens nach oben offen, eine Begrenzung gibt es nicht. Das Leben ist ein Wunschkonzert, davon bin ich überzeugt. Hast du Lust, so eine Liste zu erstellen? Falls ja, fang am besten sofort damit an, schließlich ist der perfekte Moment, um etwas in deinem Leben zu verändern, immer jetzt.
Mit der Bucketlist zu mehr Veränderung
In meine Romanen spielen Veränderungen eine große Rolle. Ich mag es, meine älteren Protagonisten auf den Weg zu neuen Abenteuern zu schicken, zu beobachten, wie sie Schritt für Schritt sich ihren persönlichen Raum erweitern. Raustreten aus den eingefahrenen Pfaden und sich über das hinwegsetzen, was sie Jahrzehnte zuvor gelernt haben. Ich lasse meine Figuren häufig auf die Insel Sylt reisen, um ihre Veränderungsreise zu absolvieren. Das ist natürlich keine Voraussetzung für eine persönliche Veränderung, aber wer weiß: Wenn du einmal nach Sylt fahren willst und es bisher nicht geschafft hast, schreib es auf deine Löffelliste!

Über die Autorin: Katharina Mosel
Katharina Mosel ist eine echte Hamburger Deern. Aufgewachsen in Schleswig-Holstein, lebt und arbeitet sie heute in Köln. In ihren Wohlfühlromanen nimmt sie ihre Leserschaft mit in ihre Heimat Norddeutschland, am liebsten auf ihre Lieblingsinsel Sylt. Mut zur Veränderung ist das Thema, das die Autorin und ihre Figuren im besten Alter bewegt. Natürlich darf dabei die Liebe nicht zu kurz kommen. Begleitet wird Katharina Mosel von einer pinkfarbenen Ente, die mittlerweile zu ihrem Markenzeichen geworden ist. Sie erinnert die Autorin und ihre Figuren stets daran, dass es nie zu spät ist, das Schicksal in die eigene Hand zu nehmen.

